50 ccm Motorroller
Jeder hat ein Steckenpferd. Für manche ist das ein 50ccm Roller. Das Fahren damit hat sich zu einem echten Steckenpferd weiterentwickelt und vielen reicht es nicht mehr aus, nur mit dem Motorroller zu fahren, sondern widmet sich auch gerne dem Tuning. Das setzt logischerweise ein klein wenig Fachkenntnis voraus, aber viele haben sich diese angeeignet, weil sie in ihrem Scooter eine Freizeitbeschäftigung und ein Hobby sehen.
Bereits in den 50er und 60er Jahren galt das Roller-Fahren als chic. Jeder knatterte damit durch die Straßen und äußerten somit ihr Verständnis von Freiheit und Abenteuer. Aus unerklärlichen Gründen sind sie danach erst einmal von der Bildfläche verschwunden. Aber immer mehr Automodelle erschienen auf dem Markt, was angesichts der einstmals tiefen Benzinpreise durchaus einleuchtend war. Keiner dachte zu dieser Zeit ernsthaft daran, dass sich daran einmal etwas ändern könnte.Doch es hat sich zum Leidwesen der Fahrzeuglenker wohl etwas geändert, die Preise für Sprit oder Dieselkraftstoff steigen und steigen. Eine Umkehr dieser Preispolitik erwartet nicht ernsthaft irgendjemand. Aber dafür erlebte die Scooter-Fertigung ein Wiederaufleben. Schon seit geraumer Zeit flitzen sie durch die Straßen, die bunten Flitzer, die heutzutage den neudeutschen Namen Scooter tragen. Sie ähneln nur noch im Entfernten an die alten Roller von anno dazumal.
Doch gleichermaßen bedeutend wie die Garderobe ist das Fahren an sich im Winter. Die Straßenverhältnisse sind erheblich schlechter, denn Eis und Schnee wandeln die Fahreigenschaften des Rollers. Auch wenn ein 50ccm Motorroller “nur” eine Schnelligkeit von bis zu 45 Stundenkilometern erreicht, kann ein Sturz aufgrund von Schnee und Eis ungemein unbequem für den Lenker werden.
Diese Entwicklung zeigt aber auch, dass auch in den kommenden Jahren die Nachfrage nach 50 ccm Scootern steigen wird. Denn das ist die bevorzugte Klasse bei den Jugendlichen ab 16 Jahren. Bereits mit diesem Alter darf ein Motorroller mit dem notwendigen Führerschein der Klasse M gefahren werden. Zu dieser sinnvollen Freizeitbeschäftigung kommt auch, dass sich ein Roller durchaus in der Preisklasse bewegt, die sich Jugendliche von ihrem Taschengeld oder Lehrgeld leisten können. Denn nicht nur der Kaufpreis ist kostengünstig, sondern auch die Unterhaltungskosten für einen Scooter bewegen sich im unteren Niveau. Ja sogar eine Finanzierung des Rollers ist möglich. So können die Jugendlichen, die sowieso nicht viel Asche besitzen, diesen auch in kleinen Raten bezahlen und das Taschengeld für andere Sachen ausgeben.